1x1-Drill vor hundert Jahren

Bei einem Besuch in Hjerl Hede, einem dänischen Freilandmuseum, habe ich zum ersten Mal "live" gesehen, wie es in einer Schule vor hundert Jahren wohl zuging.

Hier ist nämlich ein Klassenzimmer aus dem vorletzten Jahrhundert zu sehen und das Besondere ist, dass auch eine Schulklasse mit Lehrerin in Originaltracht eine Schulstunde vorführt.

Es war eine Mathematikstunde: Alle Schüler, also 1. bis-5. Klasse standen auf und "beteten" auswendig die 1x1-Reihen herunter. Damals wahrscheinlich endlos, jeden Morgen.

Das ist heute anders. 1x1-Drill ist nicht mehr angesagt. Er passt nicht mehr in unsere Zeit. Dafür wird heutzutage in vielen Schulen mit 1x1-Spielen aller Art das 1x1 trainiert. Manchmal sind die Spiele sinnvoll - manchmal weniger.

Immer noch gibt es folgendes "Spiel":

Alle Schüler stehen auf. Der Lehrer nennt eine 1x1-Aufgabe. Wer sie als erster weiß, darf sich setzten und ist gerettet. Der Letzte ist der Idiot der Klasse. Das trägt bei zur typischen Erinnerung an den Mathematikunterricht als "etwas furchtbares".

Es geht auch anders: beispielsweise an Montessori-Schulen.

Alle Schüler stehen auf - soweit ist das Spiel gleich. Die Klasse ist eingeteilt in mehrere Gruppen. Je eine Gruppe für die Zahlen 2, 3, 5 und 7. Der Lehrer zählt von zwei bis 81. Wenn in der genannten Zahl die Gruppennummer als Teiler enthalten ist, klatscht die ganze Gruppe in die Hände. Bei der Zahl 4 klatscht also die Gruppe für die 2, bei 6 klatschen die Gruppen 2 und 3 und bei 24 klatschen sogar 2,3 und 4, weil das alles Teiler der Zahl 24 sind.

So läßt sich einiges über die Teiler der Zahlen lernen - ohne Angst und mit viel Spaß sind die Kinder bei der Sache.

(c)2004 Alfred Schilken|aktualisiert am: 29.01.04|Impressum|Sitemap|Kontakt| powered by phpcms.
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